Fusindo, Heim für Kinder mit Downsyndrom

Hier gibt es viel zu tun!

AXEL BRÜMMER

Fusindo, Heim für Kinder mit Downsyndrom

Unser Botschafter für dieses Projekt ist Josef Niedermeier von „Focuswelten“.

 

Das Heim Fusindo existiert seit 25 Jahren. Es stellt Therapien und Ausbildungen als Bäcker und Hilfsarbeiter in Supermärkten für Kinder und Jugendliche mit Downsyndrom zur Verfügung. Sie finanzieren sich ausschließlich über Spendengelder, staatliche Förderungen existieren nicht. Auch eine schulische Ausbildung ist von staatlicher Seite nicht vorgesehen, es gibt in ganz Bolivien keine Schule für diese Menschen.

 

Ziel des Vereines ist es, die Integration in das Sozialleben zu fördern. 130 bis 150 Kinder werden dort täglich betreut. Für viele der Kinder zahlt der Verein auch die Verpflegung, da die Eltern finanziell nicht dazu in der Lage sind.

 

Die Finanzierung des Projektes erfolgt über Schulgelder der Eltern, projektbezogene Spenden und für wirtschaftlich hilfsbedürftige Kinder über persönliche Schulpatenschaften. Insgesamt werden für jedes Kind monatlich 150,- € benötigt. Ein großer Teil seiner Einnahmen erwirtschaftet der Verein über die Herstellung und den Verkauf von Keramik selbst. Leider ist der dafür benötigte Brennofen nicht mehr funktionsfähig und sie benötigen 10000 Dollar für den Kauf eines neuen Brennofens.

 

Der Verein verfügt über eine Bäckerei, in der vormittags und nachmittags jeweils 8 Kinder ausgebildet werden. Täglich backen sie hier 800 – 1000 Brötchen, die sie in der Nachbarschaft verkaufen bzw. selbst verzehren. Als weitere Ausbildungsmöglichkeit bieten sie eine Gärtnerei, nach deren Ausbildungsende sollen die Kinder in der Lage sein, auf Friedhöfen mit zu arbeiten. Außerdem bieten sie Ausbildungen in der Küche, im Hotelierwesen, Fastfood-Bedienung, Hilfsarbeiten wie Beutel an den Kassen füllen.

 

Da für die Finanzierung des Projektes die Einnahmen aus der Keramikwerkstatt existentiell sind, wollen wir Schwerpunktmäßig zunächst die 10000,- € für den Kauf eines neuen Brennofens aufbringen.

 

 

Die Direktorin heißt Wilma, Kontakt: Wilmakohn@gmail.com

 

Plan:
- mit Wickersdorfstiftung, wollen 10.000 Dollar für Brennofen aufbringen
- Weiterbildung einiger Mitarbeiter des Projektes über Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein

Fusindo - GlobalSocial Baumpflanzaktion 01

Fusindo - GlobalSocial Baumpflanzaktion 02

Fusindo - GlobalSocial Baumpflanzaktion 03

Fusindo - GlobalSocial Baumpflanzaktion 04

Fusindo - GlobalSocial Baumpflanzaktion 05

Fusindo - Keramikprodukte 01

Fusindo - Keramikprodukte 02

Fusindo - Keramikprodukte 03

Fusindo - Kunstunterricht

Fusindo - Speisesaal im Heim

Fusindo - Zahnärztin des Heims

Hier können Sie mehr über unseren Botschafter Josef Niedermeier erfahren:

Botschafter Josef Niedermeier

Botschafter Josef Niedermeier

Katja und Beppo Niedermeier lernten sich 1998 an der Universität Bayreuth kennen, wo beide Zoologie studierten. Da die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Verhaltensforscher, die sich auf Vaterschaftstests seltener südostasiatischer Spitzhörnchen spezialisiert hatten, äußerst überschaubar waren, machten sie kurzerhand ihre Leidenschaft für das Reisen zu ihrem Beruf. Seit über 20 Jahren präsentieren sie ihre Live-Vorträge mit Schwerpunkt Afrika in Deutschland, Österreich und der Schweiz, veröffentlichen Bildbände (u.a. National Geographic) und sind als Multimediaproduzenten tätig.

Seit Dezember 2011 wird das Focuswelten-Team ergänzt durch Sohn Flo, der mit Downsyndrom geboren wurde.

Seither liegt der Focus ihrer Arbeit auch auf der Öffentlichkeitsarbeit für Menschen mit Downsyndrom. Neue Bluttests, deren Kosten nach Beschluss der deutschen Regierung kassenärztlich übernommen werden, erlauben es, Downsyndrom bereits in der frühen Schwangerschaft nicht-invasiv zu diagnostizieren. Die Befürchtung, dass die Abtreibungsrate von Downsyndrom-Kindern in Deutschland weiter steigen wird, ist begründet.

Ihr Sohn lehrte Katja und Beppo Niedermeier durch seine außergewöhnliche Lebensfreude, dass die Geburt eines Kindes mit Downsyndrom nicht das Ende bedeutet, sondern der Anfang von etwas ganz Besonderem ist. Auf ihren gemeinsamen mehrmonatigen Reisen durch Afrikas Süden und Madagaskar, lernten die Eltern mehr von Flo als umgekehrt. Ob auf Reisen oder zuhause im beschaulichen Chiemgau - Flo beweist jeden Tag, dass ein Leben mit Downsyndrom sehr wohl lebenswert ist und unsere Gesellschaft von der besonderen Gabe dieser Menschen, im Moment zu leben, profitieren könnte. Menschen mit Downsyndrom gibt es weltweit, doch sie werden immer mehr zur aussterbenden Spezies in unserer auf Perfektion getrimmten, erfolgsorientierten Welt.

Katja und Beppo Niedermeier sind deshalb sehr stolz, als Botschafter des Fusindo-Projektes fungieren zu dürfen. Dieses Heim für Kinder mit Downsyndrom in Santa Cruz, Bolivien, gibt besonderen Menschen wie Flo die Chance auf eine Zukunft. Katja und Beppo Niedermeier betrachten es als ihre Lebensaufgabe, sich für Menschen mit Downsyndrom einzusetzen und durch ihre Arbeit darauf aufmerksam zu machen, dass diese außergewöhnliche „Spezies“ vom Aussterben bedroht ist. Ihre Botschaft lautet: Unsere Erde wäre ohne Menschen mit Downsyndrom definitiv ein ganzes Stück ärmer!

Hier können Sie sehen, wo Santa Cruz de la Sierra liegt und sich einen Kurzfilm über das Projekt ansehen: